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+++ Aus dem aktuellen Rundschreiben von Martin (vom 26. Mai) +++ Jahreshauptversammlung und Vereinstreffen im Bienengarten +++ Schwarmkontrolle in der "Trachtpause" +++ Pflege der Ableger

Am Donnerstag dem 09.06.2022 findet um 19.00 Uhr im Christopherushof unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt.  
Einladung und Tagesordnung wurden den Vereinsmitgliedern per Email zugesandt.
Einen weiteren Termin könnt Ihr Euch ebenfalls schon mal vormerken. Für Samstagnachmittag am 18.06.2022 planen wir ein Vereinstreffen mit Standschau, Essen, Trinken und Klönen in unserem Bienengarten. Eine gute Gelegenheit für alle Vereinsmitglieder, den Garten kennenzulernen! Familie und Freunde sind natürlich auch herzlich eingeladen. Näheres zu Uhrzeit und Ablauf schicke ich euch nächste Woche zu. 
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In diesem Jahr konnten wir so früh wie selten unseren ersten Honig schleudern. Bei hohem Rapsanteil begann der Honig schon leicht in den Waben zu kristallisieren, so dass schon das ein oder andere Pfund in den Waben verblieb. Ich denke aber, das war im Anbetracht der Gesamtmenge leicht zu verkraften. Bis zum Beginn der Lindenblüte dürfte ersteinmal nicht mehr allzuviel eingetragen werden.
Der ein oder andere hat vielleicht etwas Glück mit der in diesem Jahr ausserordentlich starken Robienenblüte.
Gerade in Zeiten der Arbeitslosigkeit steigt die Schwarmneigung der Völker. Ihr müsst unbedingt mit den wöchentlichen Kontrollen fortfahren und dürft Euch vor allen Dingen nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Ein recht starkes Volk von mir war schon seit Ende April in Schwarmstimmung. Jede Woche aufs neue mußte ich reichlich Zellen brechen, auch in den unwahrscheinlichsten Ecken im unteren Brutraum, die ich ohne die Waben bienefrei zu machen übersehen hätte. Das Volk hatte reichlich eingetragen und die zwei Honigräume wurden immer schwerer, und mussten bei jeder Kontrolle abgehoben werden. Nach vier Wochen konnte ich bei der Kippkontrolle keine Schwarmzellen mehr entdecken. Ich war erstmal erleichtet, und weil das Schleudern anstand und ich etwas unter Zeitdruck stand, verzichtete ich auf eine komplette abschließende Durchsicht. Ein fataler Fehler, wie sich eine Woche später herausstellte! Bei meiner nächsten Kontrolle war die Zahl der Bienen arg geschrumpft schon beim ersten Blick zum Flugloch wusste ich, dass mein ungutes Gefühl nach der schlampigen Kontrolle mich nicht getrügt hat. Für mich ein Lehrstück dafür, dass nur eine konsequente und gründliche Schwarmkontrolle, manchmal über viele Wochen tatsächlich das Schwärmen verhindern kann. 
Ihr müsst die Zeit dafür einplanen und die nötige Ruhe haben. Zwischen Ende April und Ende Juni heißt es: Wöchentlich dranbleiben!
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Falls Ihr noch Ableger bilden möchtet, solltet Ihr das nun nicht mehr mit einer Brutwabe machen, sondern lieber mit 2 bis 3 gut mit Bienen besetzten. Sie werden sonst nicht mehr stark genug bis zum Winter. 
Die ersten Ableger dürften inzwischen schon erfolgreich in Brut sein. Jetzt müsst Ihr darauf achten, sie regelmäßig mit Mittelwänden zu erweitern, sie bauen sonst zügig Wildbau in den freien Beutenraum.  Auch eine regelmäßige Futterversorgung mit kleineren Futtergaben ist in den nächsten Monaten angesagt. Waren die Bienen bisher noch wenig auf Räuberei aus, so wird sich das in den nächsten Wochen schlagartig ändern. Deshalb bei den Ablegen die Fluglöcher ganz eng halten. Lasst auch keine Waben länger außerhalb der Beuten herumstehen und achtet darauf, dass Ihr etwa ausgeschleuderte Waben auf jeden Fall bienensicher unterbringt. Verschüttet kein Futter am Stand und lasst keinen Honig oder Nektar außerhalb der Beuten abtropfen. Sauberes Arbeiten verhindert einen Großteil der Räuberei! 
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