Aus dem aktuellen Rundschreiben von Martin (vom 2. Mai) +++ Bisher wenig Nektareintrag +++ Schwarmtrieb +++ Brutableger +++ Vereinstreffen im Mai wieder als Vidoekonferenz +++ 

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Kalt und trocken - ein Frühjahr wie 2021 ist für uns ImkerInnen eine Herausforderung. Die Bienen haben im März zeitweilig das Brüten eingestellt, so dass bei einzargigen Völkern, die zur Salweidenblüte mit dem zweiten Brutraum erweitert wurden, dieser im April häufig noch nicht oder nur zum Teil ausgebaut war. Die Erweiterung zum Beginn der Kirschblüte mit dem Honigraum ist bisher aufgrund der Temperaturen und des Nektarangebotes ohne nennenswerten Eintrag geblieben. Stattdessen müssen wir nach wie vor darauf achten, dass die Völker nicht hungern. Der Eintrag an Nektar deckt in vielen Fällen noch nicht einmal den Bedarf, vor allem bei sehr starken Völkern mit jetzt großen Brutnestern.
So kann es in diesem Jahr sogar passieren, dass wir im Mai noch zufüttern müssen. Achtet unbedingt darauf. Orientierungslose Bienen die, sich zum Teil aggresiv verhalten können auch ein Zeichen für Futtermangel sein. 
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Dennoch, die Bienen tun das was sie im Mai immer tun: Sie beginnen in Schwarmstimmung zu kommen. Zwei meiner Völker, die ich auf einem Brutraum führe, befinden sich schon in Schwarmstimmung. Arbeitslosigkeit fördert den Schwarmdrang. Deshalb solltet ihr spätestens jetzt mit den regelmäßigen Kontrollen beginnen. Mindestens einmal in der Woche solltet ihr den oberen Brutraum ankippen und die Rahmenunterseiten nach Weiselzellen absuchen. Entdeckt ihr eine bestiftete oder mit eine Larve besetzte Weiselzelle, müsst ihr das Volk komplett durchschauen, beginnend mit dem unteren Brutraum. Am besten schüttelt ihr die Bienen zum größeren Teil von den Waben, dann habt ihr freie Sicht. Solange ihr die Königin noch nicht entdeckt habt, kontrolliert die Waben sorgfältig vor dem Abschütteln. Wenn ihr die Königin entdeckt habt, setzt ihr sie in den schon kontrollierten Abschnitt. Danach könnt ihr die übrigen Waben zügig bearbeiten. 
Stärkere Völker haben den Drohnenrahmen bereits ausgebaut und bestiftet. Sobald er komplett verdeckelt ist schneidet ihr den Rahmen aus.
Integriert dies Maßnahme in die wöchentliche Schwarkontrolle, so vermeidet ihr einen zusätzlichen Eingriff. Seid beim Ziehen des Drohnenrahmens vorsichtig, die Königin hält sich gerne darauf auf. 
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Ihr könnt jetzt auch beginnen, die stärkeren Völker durch die Entnahme einer Brutwabe zu schröpfen. Mit der entnommen Wabe bilden wir einen einfachen Brutableger. Am Rande der verdeckelten Brutwabe sollten sich noch Zellen mit Eiern oder jüngster Brut befinden, damit die Bienen sich eine Weisel nachziehen können. Mit einer Futterwabe und einer Mittelwand versehen, stellen wir den Ablege mit eingeengtem Flugloch an einen Standort etwa 3km entfernt. Wenn alles klappt, beginnt die neue Königin nach 4 Wochen mit dem Stiften. 
Achtet darauf, dass ihr nur Brutwaben aus gesunden Völkern (zum Beispiel ohne Kalkbrut), die ruhig und friedlich auf den Waben sitzen, zur Vermehrung nehmt. 
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Ein Imkerkollege hat Styroporbeuten im Deutschnormalmaß zu verschenken. Wer Interesse hat, melde sich kurz bei mir. 
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Ansonsten bitte ich euch zu beachten, dass wir unser Vereinstreffen im Mai wieder als Videokonferenzonferenz abhalten werden. Wegen des Feiertages am 13.5. verschieben wir das Treffen auf den 20.5. 
Die Einwahldaten und die Themen für den Abend sende ich euch in 2 Wochen zu. 
Ich hoffe, dass die Temperaturen dann höher sind und reichlich Regen fällt, damit unsere Bienen zumindest eine kleinen Ertrag im Frühjahr einbringen. 
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